Am Fuße des Gaisbergs in Kirchberg in Tirol, mit Blick auf die Kitzbüheler Alpen liegt ein Garten, der Natur und moderne Gestaltung auf besondere Weise miteinander verbindet. Was ursprünglich vor allem aus Rasen- und Moosflächen bestand, wurde zu einem naturnahen, pflegeleichten Rückzugsort, der sich harmonisch in die alpine Landschaft einfügt.

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Natur trifft klare Linien

Die ausgeprägte Hanglage war eine der größten Herausforderungen des Projekts und gleichzeitig ein wichtiger Bestandteil des Entwurfs. Statt den Hang zu verstecken, wurde er durch terrassierte Bereiche bewusst in die Gestaltung integriert.

Regionale Materialien wie Kitzbüheler Kies, Halleiner Naturstein und Granit aus dem Bayrischen Wald greifen den alpinen Charakter des Ortes auf. Gleichzeitig sorgen großformatige Granitplatten mit weniger Fugen für eine moderne, reduzierte Optik. So entsteht ein spannender Kontrast: natürliche, rustikale Materialien treffen auf klare Linien und eine zeitgemäße Formsprache.

Auch bei der Auswahl der Materialien spielte Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle. Für die Terrasse wurde langlebige Thermokiefer statt Tropenholz verwendet. Der kleine Zierteich erhielt eine Kautschfolie anstelle von PVC und schafft gleichzeitig zusätzlichen Lebensraum für Tiere.

Ein Garten, der sich immer mehr auflöst

Das Herzstück des Gartens ist seine Bepflanzung. Mehrstämmige Felsenbirnen und die Mehlbeere ‚Dodong‘ bilden die Grundstruktur. Dazwischen wachsen zahlreiche Stauden, Kräuter und Gräser, die nicht nur für Abwechslung sorgen, sondern auch Bienen und anderen Insekten Nahrung bieten.

Da auf eine automatische Bewässerung verzichtet wurde, fiel die Wahl bewusst auf robuste und trockenheitsverträgliche Pflanzen. Gleichzeitig sollte möglichst schnell eine geschlossene Pflanzung entstehen, um den Pflegeaufwand gering zu halten und einen natürlichen Übergang zu angrenzenden Wiesenfläche zu schaffen.

Besonders spürbar wird die Wirkung entlang der Wege: Die Stauden begleiten den Weg auf beiden Seiten, wachsen in den Raum hinein und erzeugen ein Gefühl von Schutz und Geborgenheit.

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Von der Naturgarten-Idee zur moderne Gestaltung

Ursprünglich war ein stärkerer Naturgarten mit Elementen wie Sandarium und Benjeshecke vorgesehen. Während des Planungsprozesses entwickelte sich der Wunsch der Bauherren jedoch in Richtung einer modernen, klareren Gestaltung.

Auch die Materialauswahl wurde entsprechend angepasst. Aus dem zunächst vorgesehenen Luserna-Gneis wurde großformatiger Granit, der mit seinen wenigen Fugen die gewünschte Ruhe in die Flächen bringt.

Eine schöne Wendung nahm auch die Geschichte der bestehenden Weide: Ursprünglich sollte sie dem neuen Konzept weichen. Im Laufe der Planung wurde jedoch klar, dass gerade sie dem Garten Charakter gibt. Sie blieb erhalten und wurde schließlich sogar Teil des Beleuchtungskonzepts.

Ein Lieblingsplatz mit eigener Handschrift

Ein besonderes Highlight ist die selbst entworfene und gefertigte Pergola. Verstellbare Lamellen an den Seiten ermöglichen es, den Raum flexibel an Licht und Wasser anzupassen. Entlang senkrecht gespannter Niroseile wachsen Kletterpflanzen empor.

Heute, nur zwei Jahre nach der Fertigstellung, ist die Konstruktion bereits dicht eingewachsen und wirkt beinahe wie ein natürlicher Bestandteil des Gartens.

Wenn es dunkel wird

Bei der Beleuchtung wurde bewusst auf Zurückhaltung gesetzt. Nur wenige gezielte Lichtakzente setzen einzelne Pflanzen in Szene. Felsenbirne und Weide werden mit Leuchten von Davide Groppi hervorgehoben. Der Garten wird dadurch nicht vollständig ausgeleuchtet – vielmehr entstehen einzelne Lichtinseln, während andere Bereiche im Dunkeln verschwinden. Eine ruhige, atmosphärische Wirkung, die den Charakter des Gartens auch am Abend bewahrt.

Ein Garten, der weiterwächst

Die Umsetzung des Projekts verlangte einiges an Planung: schwerer Boden, Hanglage und die eingeschränkte Zugänglichkeit des Grundstücks machten die Bauarbeiten anspruchsvoll. Für den Materialtransport kam ein großer Kran zum Einsatz.

Am Ende entstand auf rund 350 m² ein Garten, der genau das verbindet, was diesen Ort ausmacht: alpine Landschaft, natürliche Materialien, üppige Vegetation und eine klare, moderne Gestaltung.

Ein Garten, der nicht versucht, die Natur zu kontrollieren, sondern ihr Raum gibt.

GARDENFORLIVING

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Als erfolgreicher Tiroler Gartenbaubetrieb können wir Ihren persönlichen Gartentraum von der Planung bis hin zum fertigen Garten als Generalunternehmer ausführen. Hannes Eder und sein Team realisieren Ihre persönlichen Gartenträume zwischen Kitzbühel, Innsbruck und München.

Standort
Eder GartenarchitekturSchmelzerweg 96250 Kundl 

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